Samstag, 1. März 2014

26.02.2014 - genug geflennt, jetzt wird wieder gereist ....

Heute habe ich die Metro in Santiago für mich entdeckt, bei mir immer ein Zeichen, dass ich mich in einer Stadt wohl und sicher fühle. Die Metro fährt wie viele Linien in Paris auf Gummirädern, ist pfeilschnell und äußerst komfortabel und keineswegs so runtergekommen wie manche deutsche U-Bahnen. Frankfurt könnte sich ein Beispiel nehmen, wie man so etwas effektiv macht. Kaum ist eine Metro weg, läuft schon die nächste ein, und das alles für umgerechnet 80 Cent. 
Ich bin erst mal zum Bahnhof, aber viele Bahnverbindungen gibt es nicht, nur nach Chillan kann man von Santiago aus fahren. Die ganzen Chilenen gehen aber nicht zum Bahnhof wegen eines Zuges, sondern weil außen herum sich ein riesiges Einkaufszentrum etabliert hat mit tausenden von kleinen und mittelgroßen Geschäften. Angenehm kühl, weil unter Dach, so dass ich auch mal geschaut habe, was es so alles gibt. Und siehe da, in einem Handyladen gab es sogar einige Digitalkameras. In ganz Santiago hatte ich bis dahin noch keinen Fotoladen mit Kameras entdeckt, entweder wurden nur Abzüge gemacht oder Geräte repariert.
Meine Freundin Ulli hat mir vorgeschlagen, ich solle mir als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk einfach wieder eine Kamera kaufen. Erst war ich davon nicht besonders angetan, aber jetzt kam mir die Idee doch ganz gut vor. Gute Kameras gab es da sowieso nicht, aber einige Sonys, eine alte Olympus und eine  Rollei-Bridgekamera. Die Sony gefielen mir am besten, und auch wenn ich den Preis nicht mehr runterhandeln konnte, kaufte ich mir dann doch eine Sony DSC Cybershot W730 mit 8-fach Zoom von umgerechnet 28 - 220mm für etwa 80 Euro. Im Internet konnte ich nachschauen, dass die Kamera bei idealo.de mit knapp 100 Euro gelistet ist, also habe ich sicher nicht zuviel bezahlt. Einstellen läßt sich so gut wie nichts, alles automatisch, und ich erwarte mir auch nicht viel davon, aber sie passt in die Hemdtasche und ist gut mal für einen Schnappschuss unterwegs. Ich hoffe, die andern Motorradfahrer versorgen mich mit besserem Material.

Ich habe sie dann erst mal daheim aufgeladen und bin dann noch einmal zum Präsidentenpalast, dem Plaza del Armas und dem Cerro Santa Lucia, um die Kamera mal auszuprobieren. Außerdem habe ich mich angesichts mancher Horrorgeschichten aus Valparaiso dazu entschlossen, noch eine Nacht länger in Santiago zu bleiben, also erst am Samstag nach Valpo zu fahren. Dieter sollte dann schon da sein, da wäre ich dann nicht alleine. Allerdings muss ich für die eine Nacht noch einmal umziehen, weil hier nichts mehr frei war. Dank Metro sollte das aber kein Problem sein.

Nachdem ich nun wieder selbst aktiv werde, ist das für mich die beste Möglichkeit, den Überfall und alles, was damit zusammenhängt, schnell zu vergessen. Also genug geflennt, jetzt bestimme ich wieder selbst, was in meinem Urlaub gemacht wird und es wird wieder gereist!

Skulptur Tierra unter dem Präsidentenpalast

Allende-Denkmal vor dem Moneda-Palast

Fussgängerzonen sind voll

Aufzug zum Cerro Santa Lucia

Blick vom Cerro Santa Lucia auf die Anden im Hntergrund

die Hochhäuser Santiagos

wieder fit und ohne Blessuren

Liebespaare auf dem Cerro San Lucia

Wasserspiele im Santa Lucia Parque

die Frage stellen sich auf der Welt viele ...

Kunst gegen Plastik-Müll
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