Sonntag, 30. März 2014

28.03.2014 Arequipa - Chivay

Ziemlich früh wurde ich durch den Verkehr vor unserem Zimmer geweckt. Frühstück gab es deshalb schon gegen 7:30 Uhr, dann machten sich  zuerst Jörg, Andrea und Frank auf den Weg nach Cusco und dann Dieter und ich Richtung Chivay. Matthias und Erwin wollten einen Ruhetag einlegen und dann überlegen, was sie machen. Wenn die Zeit nicht langsam knapp würde, hätte mir ein Ruhetag in Arequipa auch gefallen, es gibt dort viel anzusehen und das Wetter ist meistens gut. Das Zimmer kostete pro Nase etwa 10 Euro, für das teure Arequipa war das in Ordung.
Zunächst ging es für Dieter und mich dieselben 70 km hoch auf etwa 4100 m Höhe, die ich gestern erst heruntergefahren war. Dann bogen wir allerdings links ab Richtung Colca-Schlucht, während Jörg, Andrea und Frank zuerst noch weiter Richtung Juliaca fuhren und erst späeter nach Norden abbogen. Die Strasse zog sich durch den Salinas Y Aguada Blanca Reserva National und wir konnten neben Vikunas viele Lamas und einige seltene Vögel sehen. Allmählich schraubte sich die Strasse immer höher  und am Mirador de los Vulcanes erreicht man den Pass mit 4910 m. Nicht weniger als 8 schneebedeckte Vulkane kann man von hier aus sehen, z.B. den Huaca Huaca mit 6025m, den Chachani mit 6075 m oder den Ampato mit 6310 m Höhe. Allerdings waren es dort oben nur noch 5 °C und es ging ein kräftiger Wind, was unsere Aufenthalt stark verkürzte. Spektakulär geht es dann steil abwärts in die Colca-Schlucht und nach Chivay auf 3630 m, wo wir mit 20 °C empfangen wurden.

Inzwischen steht am Ortseingang gleich ein Kassenhäuschen mit Schranke, wo man die 70 Soles Eintritt für die Colca-Schlucht zu berappen hat. Davon geht die Hälfte nach Arequipa zur Pflege und Erhaltung von Touristenattraktionen, die andere Hälfte an die 'national agency for tourism'. Auch wenn es einem sinnvollen Zweck dient, ich finde fast 20 Euro in einem Land, wo man für 4 Euro übernachtet, schon maßlos übertrieben. Aber Angebot und Nachfrage regeln den Preis. Vor 4 Jahren noch musste man den Eintritt nur morgens beim Besuch der Kondore bezahlen, die Schlucht selbst war frei. Wir haben erst mal ein wenig lamentiert, dass wir erst morgen in die Colca-Schlucht fahren, und auch nur bei schönem Wetter, aber morgen werden wir um die 70 Soles nicht herumkommen. Dieter ist dann in Chivay zu Fuss herumgegangen und hat ein günstiges Zimmer organisiert für 15 Soles mit Privatbad. Die Motorräder mussten wir in den engen Hausflur quetschen, was einige Zeit gebraucht hat, aber danach konnten wir den Rest des Tages faulenzen.

Nach Blogschreiben und Fotos hochladen - Internet haben wir leider keines - schauten wir uns noch Chivay an. Die Fussgängerzone ist recht nett mit lauter Figuren peruanischer Tradition. Parallel dazu die große Markthalle, wo man fast alles bekommt vom ganzen Lama bis zu Schuhen aus Autoreifen. Als ich 3 Frauen in Tracht mit einem jungen Lama sah, die auf das Sammeltaxi warteten, fragte ich, ob ich ein Foto machen dürfte. Ja, ja, klar! Als ich es gemacht hatte, wollten sie einen Tip. Da ich für Fotos nie bezahle, gab es natürlich eine Debatte. Ich hatte ja vorher gefragt. Dieter gab ihnen schließlich 5 Soles, also etwa 1,25 Euro, und knipste sie auch noch mal. Das war ihr aber ihrem Verhalten nach auch noch zu wenig. Wir sind dann gegangen, aber das Beste ist wirklich, man läßt den Apparat stecken.

Abends waren wir nebenan zum Essen, eine Empfehlung des Dumont-Reiseführers. Viele Einheimische gingen dort essen, es war gut und auch sehr günstig. Für ein Bier, eine Suppe und Hähnchen mit Pommes und Gemüse zahlten wir jeder etwa 5 Euro. Einziges Manko: jeder, der reinkam, ließ die Tür offenstehen, und draußen war es inzwischen wirklich saukalt. Zuerst standen wir jedes Mal auf, um die Tür zu zumachen, aber irgendwann gaben wir auf. Dafür gab es dann aber einen heißen Tee gratis, der wärmte auch. Morgen um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. wir wollen ganz früh zum Cruz de Condor. Mal sehen, wie weit wir danach kommen, bis Cusco werden wir es wahrscheinlich nicht ganz schaffen.


Frühstück in Arequipa

unser Zimmer im Hostal

Balkonblick auf die Berge von Arequipa, aber auch Verkehrslärm

Vikunas sind meist recht scheu

Lamas haben ganz schön dicke Wolle

Reserva National Salinas Y Aguada Blanca
Touristenware auf jedem Pass und jeder Sehenswürdigkeit

saukalt auf 4910 m Höhe

die Strasse runter nach Chivay in die Wärme - zumindest tagsüber

schöne Gesteinsfarben

der kalte Pass liegt hinter uns

Chivay im Colca-Tal

unser Hospedaje in Chivay

Garage für die Mopeds ist der Flur

Plaza in Chivay: wenn das Wasser läuft, ertönt gleichzeitig Musik

Seitenschiff der Kirche

Kirche in Chivay

das Streitfoto: ist das Lama nicht süß

Markt in Chivay

eine der Figuren auf der Fussgängerzone

getuntes und aufgemotztes Dreirad-Taxi

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